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Was ist Osteopathie?


Geschichte der Osteopathie

Begründet wurde die Osteopathie von Andrew Taylor Still, einem amerikanischen Arzt und innovativen Denker, der seiner Zeit weit voraus war.

Nach einer harten Kindheit erlebte er einige persönliche Schicksalsschläge sowie den Verlust dreier seiner Kinder an Hirnhautentzündung. Es konnte ihnen mit den damaligen medizinischen Mitteln nicht geholfen werden. Aus der Not dieser und ähnlicher Erfahrungen mit seinen Patienten entwickelte er auf Basis seines außergewöhnlichen anatomischen und physiologischen Fachwissens eine Methode, mit seinen Händen auf den Körper einzuwirken.

Die detaillierte Beobachtung der Natur und die Liebe zum Menschen ließ aus diesen Beobachtungen und Rückschlüssen eine neue Lehre entstehen, die Osteopathie.

1892 gründete Andrew Taylor Still die erste Schule für Osteopathie.

Seither hat sich die Osteopathie weltweit verbreitet und weiterentwickelt.

Man kann sagen, dass sie heute eine Synergie aus detailliertem Fachwissen und einer Vielzahl unterschiedlicher Behandlungstechniken und -möglichkeiten darstellt.

Der Weg zum Osteopathen

In Österreich erfordert die Ausbildung zum Osteopathen eine bereits abgeschlossene Grundausbildung in Medizin oder Physiotherapie.

Das berufsbegleitende Studium der Osteopathie dauert etwa sechs Jahre und umfasst Fächer wie Anatomie, Physiologie, Biomechanik sowie verschiedene klinische Fächer. Zudem werden zahlreiche therapeutische Techniken gelehrt, die grob gesagt folgenden drei Kategorien zugeordnet werden können:

  • Craniosakrale Osteopathie

    (Arbeit mit den Systemen Schädelknochen, Kreuzbein, Nervensystem, Liquor…)

  • strukturelle Osteopathie
    (Therapie des Bewegungsapparates)
  • viszerale Osteopathie
    (Arbeit an der Bewegungsfähigkeit der Organe und ihren Aufhängungen…)

Osteopathie in der Praxis

Wenn der Patient das erste Mal in die Praxis kommt, wird eine sehr genaue Anamnese gemacht, um die Geschichte seines Körpers möglichst gut erfassen und verstehen zu können. Diesbezüglich können bei jedem Patienten unterschiedliche Informationen von Bedeutung sein.

Auch die seelische Gesundheit wird berücksichtigt, da Körper, Geist und Seele selbstverständlich als Einheit betrachtet werden.

Die Bereiche craniosakrale, strukturelle und viszerale Osteopathie werden in der Praxis kombiniert bei der Behandlung angewendet.

Die Wirkung osteopathischer Behandlungen

Das Besondere an der Osteopathie ist die Zusammenarbeit mit den Selbstheilungskräften des Körpers. Der Fokus liegt nicht nur auf dem Aufspüren von Bewegungseinschränkungen und Funktionsverlust, sondern in gleichem Maße auf dem Finden von Gesundheit und in der Folge im Stärken von Ressourcen.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Patienten und dem Therapeuten spielt dabei für eine gute osteopathische Behandlung eine große Rolle.

Durch die Berührung des Körpers kommt es schließlich auch zu einem Berühren der Seele.

Foto Behandlung

Auf einem individuellen und neuzeitlichen Weg hin zu Heilung, Schmerzfreiheit, oder nur „Berührtsein“ ist die Osteopathie ein wunderbares Mittel, den Menschen mit sehr viel Fachwissen und der nötigen Liebe auf seinem Weg zu sich selbst zu unterstützen.

Foto Praxis